Ausstellungen

... in St. Johannis


"Bauen ist Bekennen mit Steinen"

Ist unreflektierter Wiederaufbau nach dem Krieg vertretbar? Für Otto Bartning, Architekt und Humanist, "technisch, geldlich und seelisch unmöglich".  Rekonstruktion als Kulisse und Lüge - "je echter, desto schlimmmer." Bartning entwarf für die protestantische Kirche demzufolge neue serielle und doch ganz individuelle Notkirchen, die weltweit Beachtung fanden. Sie waren keine Provisorien. Sie gaben Gemeinden auf Dauer sakralen Raum und haben größtenteils noch heute Bestand.

Ludwig Krause, ehemaliger Bundesgeschäftsführer der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung, hat diese Notkirchen, Diasporakapellen und Gemeindezentren, mit sicherem Strich porträtiert. Eine Auswahl seiner Zeichnungen illustriert die Dokumentation von Bartnings Notkirchenprogramm.

St. Johannis fand darin keine Berücksichtigung. Die Gottesdienste der Gemeinde fanden in einer ehemaligen Wehrmachtsbaracke neben der Kriegsruine von 1943 statt. Nach Abschluss des Notkirchenprogramms wurde  Bartning neben der Leitung der Internationalen Bauausstellung von 1957 auch die Neugestaltung von St. Johannis angetragen.

Die Ausstellung dokumentiert in Modellen und Bildern die Etappen des Aufbaus, die prominente Begleitung unter anderem durch den Berliner Bürgermeister Ernst Reuter und den Bundespräsidenten Theodor Heuß, aber auch die Konflikte mit der Denkmalpflege und dem Gemeindekirchenrat bei der Umsetzung von Bartnings gestalterischen Grundsätzen im damals aktuellen Zeitgeschmack.

 

Ausstellung und Dokumentation  in St Johannis,
Alt-Moabit 25,
10559 Berlin,

vom 1. - 29. September 2019.


Gestaltung: Martina Knoll

Mit Bildern von Ludwig Krause.

 

 

 

 

 

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