Zwischen den Zeiten

Veröffentlicht von Martina Knoll am Mi., 9. Jan. 2019 15:15 Uhr
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Zwischen dem Alten und dem Neuen verharrt der Sekundenzeiger einen Bruchteil an Zeit. Noch nicht ganz vergangen - das Alte. Noch nicht ganz frisch da - das Neue. Pfarrerin Sabine Röhm lenkte in ihrer Predigt am Sonntag den Blick auf diesen Moment, an dem sich auch die Gemeinde im Abschied von ihr gerade befindet.
Zehn Jahre hat sie mit uns verbracht, die als Entsendungspfarrerin begannen und jetzt als Pfarrerin einer fusionierten Großgemeinde enden.
Dazwischen drei Kirchen, die sie betreute. Vikare, die sie ausbildete. Wichtige Veränderungen, die sie einleitete oder begleitete. Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen. Begegnungen und persönliche Gespräche, die prägten und bewegten. Sie kennt die Gemeinde beim Namen!

Und dann ist es doch Zeit für den Abschied und der fällt beiden Seiten nicht leicht. Ein berührender Gottesdienst voll von Musik und guten Worten. St. Johannis, die Kirche, besetzt wie an den höchsten Feiertagen. Chor und Orgel und Solistinnen-Sopran. Zwei Dutzend Kinder im Kindergottesdienst. In kürzester Zeit übten auch sie ein Lied für Pfarrerin Röhm, deren Arbeitsschwerpunkt ja Kinder und Familie war. Schlangen bei der persönlichen Verabschiedung - Worte der Wertschätzung, auch von den Kollegen.

Sie zieht weiter, die Sirenen rufen. Die Berliner Flughäfen und Feuerwehr brauchen Sabine Röhm zur christlichen Seelsorge. Ein Job zwischen Himmel und Erde. Das passt zu ihr.

Aber noch sind wir als Gemeinde an dem Punkt zwischen den Zeiten und schauen erst nach vorn, wenn der Zeiger am Ende des Monats mit unserer Pfarrerin fortrückt. Danke für die gute Zeit!

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